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Tuchel: Nach Sanktionen gegen Abramowitsch könnte sich Schicksal wiederholen


Nach Sanktionen gegen Abramowitsch: Erfolg und dann Pech: Tuchels Schicksal könnte sich ein 3. Mal wiederholen

Die harten Sanktionen gegen Chelsea-Boss Roman Abramowitsch treffen unweigerlich die Angestellten des Vereins. Für Trainer Thomas Tuchel wäre es nicht das erste Mal, dass er die Früchte seiner erfolgreichen Arbeit nicht vollends ernten könnte.

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Thomas Tuchel ist sicherlich ein streitbarer Geist, aber in aller erster Linie ein überaus erfolgreicher Trainer. Bei Mainz 05 ging der Trainerstern Tuchels in der Bundesliga auf. Er strahlte dabei so hell, dass er ins Visier der Top-Vereine geriet.

Nach fünf erfolgreichen Jahren bei den Mainzern zog es Tuchel im Jahr 2015 nach Dortmund. Im Ruhrgebiet sollte der Taktikfanatiker in die schier übergroßen Fußstapfen von Jürgen Klopp treten. Spielerisch gelang es Tuchel durchaus, der BVB überzeugte in seinen zwei Jahren als Übungsleiter mit beeindruckendem Offensivfußball, gekrönt vom Gewinn des DFB-Pokals 2017.

 

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Doch bereits zu diesem Zeitpunkt war das Tischtuch zwischen den Verantwortlichen und Tuchel zerschnitten, eine Trennung unausweichlich. Das Fass zum Überlaufen brachte der verheerende Bombenanschlag auf den BVB-Bus im April 2017 vor dem Champions-League-Spiel gegen AS Monaco. Fortan kommunizierten BVB-Boss Aki Watzke und Tuchel kaum noch. Der Trainer fühlte sich seinerzeit übergangen, wollte nicht am nächsten Tag spielen. Watzke plädierte dafür, das Spiel zu bestreiten und setzte sich letztendlich durch.

 

Bereits zuvor war die Beziehung aber erkaltet, Watzke wünschte sich mehr Austausch, wie es zuvor mit seinem „Kumpel“ Klopp der Fall war. Doch Tuchel ist eher der Trainer Marke Eigenbrötler. Eine Mischung, die nicht aufgehen konnte. Erfolg hin oder her.

Große Erfolge bei PSG, aber kein Glück

 

Dennoch machten seine Ergebnisse in Dortmund die Marke Tuchel in Europa bekannt und begehrt. So begehrt, dass Paris Saint-Germain zuschlug und sich die Dienste des Trainers sicherte. Der Deutsche sollte die Startruppe zu einer Einheit formen und den Klub-Eigentümern endlich den begehrten Henkelpott der Champions League sichern.

Zweieinhalb Jahre reihte der 48-Jährige in der französischen Hauptstadt Erfolg an Erfolg, holte zweimal den Meistertitel und brachte seine Mannschaft ins Champions-League-Finale. Dort scheiterten die Pariser denkbar knapp mit 0:1 am FC Bayern. Doch auch die besten Ergebnisse führten nie dazu, dass Ruhe einkehrte.

Wird Tuchel ein drittes Mal Opfer äußerer Umstände?

Tuchel war seiner Aussage zufolge damals „sehr überrascht“, als ihn PSG-Sportdirektor Leonardo wenige Tage vor Heiligabend 2020 vor die Tür setzte. Leonardo und Tuchel wurden nie warm miteinander, trotz aller guten Resultate. Auch die Stars um Neymar fanden keine Bindung zu Tuchel. Damit musste der Erfolgscoach erneut seinen Posten räumen, obwohl er auf dem Platz Top-Ergebnisse einholte. Bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere.

Endgültig angekommen schien Tuchel nur vier Wochen nach seiner Entlassung in Paris. Der FC Chelsea klopfte an und der Übungsleiter übernahm die schwierige Aufgabe, aus einer verunsicherten und von Klubikone Frank Lampard zuvor gecoachten, verunsicherten Mannschaft ein Team zu formen. Innerhalb weniger Wochen mauserte sich Chelsea zu einer Macht, reihte Sieg an Sieg und krönte die Story mit dem Champions-League-Titel in der vergangenen Saison.

Bei Chelsea scheint Tuchel am Ziel seiner Trainerträume

Tuchel am Ziel seiner Träume, der lange Unverstandene wurde geliebt und respektiert. Nicht nur aufgrund des Erfolgs, auch wegen seiner offeneren Art kam und kommt er auf der Insel gut an. 

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Die nun gegen Klub-Boss erfolgten Sanktionen bringen die Erfolgsstory Tuchels abermals ins Wanken. Im Sommer droht ein Ausverkauf der Stars und damit auch das mögliche Ende der Triumphe. Für den Deutschen würden sich im Anschluss sicherlich weiter Türen zu Top-Vereinen öffnen. Doch dieser Abgang wäre der bis dato Schlimmste für ihn. Denn in London schien er endlich sein Glück gefunden zu haben.

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