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Rainer Koch nicht mehr im DFB-Präsidium, Silke Sinning gewinnt Wahl deutlich


Der umstrittene Spitzenfunktionär Rainer Koch ist nicht mehr Teil des DFB-Präsidiums. Der langjährige Vizepräsident unterlag bei den Wahlen des Deutschen Fußball-Bundes am Freitag in Bonn seiner Gegenkandidatin Silke Sinning.

Koch hatte den Verband als bisheriger 1. Vizepräsident in den vergangenen Jahren gleich dreimal interimsmäßig geführt, nachdem Wolfgang Niersbach, Reinhard Grindel und zuletzt Fritz Keller jeweils vorzeitig vom Amt des Präsidenten zurückgetreten waren. Jetzt endet seine Zeit in dem Präsidium.

Sinning gehörte zum Team des bei der zuvor erfolgten Wahl des neuen DFB-Präsidenten unterlegenen Peter Peters. Dennoch trat die promovierte Sportwissenschaftlerin danach gegen Koch an und gewann die Abstimmung mit 163:68 Stimmen deutlich. Sie unterstützt nun den frisch ins Amt gewählten DFB-Präsidenten Bernd Neuendorf.

Koch hat „mit diesem Ergebnis überhaupt nicht gerechnet“

Damit endet die 15-jährige Amtszeit Kochs im DFB-Präsidium. Als Vertreter des Süddeutschen Fußball-Verbandes wird er jedoch weiter im Vorstand des Verbandes sitzen.

„Mit diesem Ergebnis habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich wollte Mut zeigen. Herzlichen Dank für ihr Vertrauen“, sagte die sichtlich gerührte Sinning. In ihrer Bewerbungsrede hatte sie offensiv für ihre Wahl geworben und dafür viel Applaus erhalten.

Koch berief sich dagegen vorwiegend auf zuvor getroffene Absprachen und äußerte zudem Kritik an der Rivalin, was bei etlichen Delegierten nicht gut ankam. Der langjährige Vizepräsident war zuletzt immer heftiger für seine Rolle bei den DFB-Krisen attackiert worden und galt vielen als nicht mehr haltbarer Strippenzieher bei den Machtkämpfen hinter den Kulissen.

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