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Hertha-Boss Bobic attackiert eigene Fans: „Da wird eine Linie überschritten“


Herthas Geschäftsführer Fredi Bobic hat die umstrittene Aufforderung zum Ausziehen des Trikots der Fans des Bundesligisten an die Spieler nach der Derby-Niederlage scharf kritisiert. „Die Jungs aufzufordern, das Trikot abzugeben und sie sind es nicht wert, dieses Trikot zu tragen: Da wird eine Linie überschritten, die aus meiner Sicht nicht okay ist“, sagte der aus Berlin zugeschaltete Bobic am Sonntag im „Doppelpass“ von Sport1.

Nach dem 1:4 gegen Union Berlin war es in der Hertha-Fankurve zu Szenen gekommen, die von vielen als demütigend empfunden wurden. Es sei nachvollziehbar, dass die Mannschaft Kritik einstecken müsse, sagte Bobic. „Aber trotzdem gibt es einen Punkt, wo es dann reicht.“

Bobic verurteilt Fan-Verhalten nach Derby-Niederlage

Gerade für junge Spieler wie Linus Gechter (18) und Marcel Lotka (20) sei das eine schwierige Situation. „Das macht mit einem was, und auf jeden Fall nichts Positives“, sagte der 50-Jährige. Er selbst hätte das Trikot nicht abgelegt, hatte Bobic am Samstag gesagt. Er könne aber keinen der Spieler verurteilen, die der Aufforderung folgten, fügte er in der Sendung hinzu.

Für die Enttäuschung der Fans zeigte Bobic allerdings Verständnis. „Sie haben versucht, ihre Kraft auch auf das Feld zu bringen, damit die Jungs natürlich noch eine bessere Leistung bringen. Das ist dann nicht gelungen“, sagte Bobic. Es gebe aber Fan-Gruppierungen, „die nehmen sich dann schon einiges auch raus“.

Erst vor einigen Wochen habe es einen „Fan-Aufmarsch“ am Trainingsgelände von Hertha gegeben, sagte Bobic. Man bleibe aber im Dialog mit der Ultra-Szene, auch wenn dieser nicht immer einfach sei.

Die Hertha steht nach der Pleite auf dem vorletzten Tabellenplatz. In den nächsten Wochen geht es gegen die direkten Konkurrenten FC Augsburg, VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld.

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