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Baerbock: Ehemann der Außenministerin steigt bei Lobbyagentur ein


Daniel Holefleisch arbeitet in Zukunft für „MSL“. Das verkündete die PR-Agentur auf ihrem Twitter-Kanal. Der Ehemann von Außenministerin Annalena Baerbock werde dabei „Kunden mit einem Fokus auf Public Affairs beraten und ist auf politische Analysen spezialisiert“, so das Unternehmen.

Baerbock versicherte, dass ihr Mann nicht als PR-Berater arbeiten könne, „wenn ich Regierungsamt annehme“

Der 49-Jährige, der seit 2007 mit Baerbock verheiratet ist, hatte sein Amt als PR-Berater für den Logistikkonzern „Deutsche Put up DHL Group“ im Zuge des Wahlkampfes seiner Ehefrau im Juli 2021 niedergelegt. Die aktuelle Außenministerin hatte damals versichert, dass ihr Mann seinen Job bei der Put up nicht weiterhin ausüben könne, „wenn ich ein Regierungsamt annehme“.

Holefleisch: Schritt zurück in PR-Branche „aus mehreren Gründen problematisch“

Daher sorgt Holefleischs Schritt zurück in die PR-Branche nun für heftige Kritik. „Der Wechsel sei aus mehreren Gründen problematisch“, tadelte der Verein „Foyer Management“. 

„MSL“ sei für mehrere ausländische Regierungen tätig – vor einigen Jahren auch für Saudi-Arabien. Laut Lobbyregister repräsentiert die Agentur in Deutschland aktuell 25 Kunden – darunter internationale Konzerne wie „Fb“, „Airbnb“ und „Coca Cola“ – und investiert jährlich etwa 1,5 Millionen Euro in die Interessensvertretung in Deutschland.

Zudem habe die Agentur fortan bei der Kundenakquise sicherlich Vorteile, da mit dem Ehemann der deutschen Außenministerin geworben werden könne, kritisiert „Foyer Management“.

„MSL“ versicherte im Zuge des Holefleisch-Einstiegs, dass eine „Ansprache der Leitungsebene des Auswärtigen Amtes oder der Außenministerin Annalena Baerbock im Rahmen seiner Tätigkeit vertraglich ausgeschlossen“ sei.

Holefleisch: „Ungewöhnliche Unternehmenstreue hat mich überzeugt“

„Daniel wird nicht nur unseren Kunden in komplexen Situationen Orientierung bieten können, sondern auch unserem Crew Inspirationen und neue Impulse geben. Daher ist es klasse, dass er sich für uns entschieden hat und uns von Mai an in Teilzeit fest unterstützt“, sagte Wigan Salazar, Deutschland-Chef von „MSL“.

Holefleisch versicherte, dass „Agenturen nicht Teil seiner Lebensplanung“ gewesen seien, jedoch kenne er „einige der führenden Köpfe bei ‘MSL’ seit Jahren“. Hinsichtlich seiner Zusage habe ihn „die ungewöhnliche Unternehmenstreue in der Führungsebene von ‘MSL’“ überzeugt.



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